Über mich


Claudia Keck

*1968

Hotelfachfrau, Schreib-Talent und Hobby- bzw. Amateur-"Kräuterfrau"

 

Die Kräuter und ich 

Heilkräuter begleiten mich schon mein ganzes Leben lang, auch wenn ich als Kind gar nicht gemerkt habe, wie viel Gutes meine Mutter mir damit getan hat. Es fing damit an, dass sie meine Fläschchen mit frisch gekochtem Fencheltee zubereitete, um Blähungen zu vermeiden. Unser tägliches Getränk war Kräutertee, meist Pfefferminze mit Kamille, manchmal Ackerschachtelhalm oder Melisse. Die Kräuter standen einfach im Schrank und wurden ganz selbstverständlich verwendet. Auch ans Essen kamen viele Kräuter – Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckel, Dill, Majoran und andere – oft aus dem eigenen Garten.

 

Das lief alles so selbstverständlich ab, dass ich erst relativ spät begriff, was das mit diesen Kräutern eigentlich auf sich hat. Und erst als Erwachsene begann, mich selbst dafür zu interessieren und das Thema intensiver anzugehen. Wie „funktionieren“ Kräuter eigentlich? Was bewirken sie?

 

Heute ist mein Bücherregal voll mit entsprechender Lektüre - und ich setze Kräuter im Alltag genauso selbstverständlich ein, wie meine Mutter es getan hat und immer noch tut. Die mir wichtigsten Kräuter haben inzwischen einen festen Platz im Garten bekommen. An irgendeinem Punkt habe ich begriffen, dass der liebe Gott für und gegen Alles ein Kraut wachsen lässt – das manchmal sogar von ganz allein in meinem kleinen Garten auftaucht und mir damit etwas sagen will. Wer sich auf Kräuter einlässt, dem geben sie unendlich viel zurück.

 

Für mich selbst habe ich entschieden, primär heimische Kräuter zu verwenden, die in unseren Breitengraden wachsen und nicht importiert werden müssen. Kräuter, wie man sie auch in der freien Natur findet bzw. die über die Jahrzehnte bei uns heimisch geworden sind. Und: Ich lasse aus Prinzip die Finger weg von giftigen Kräutern – denn auch ein noch so belesener Laie kann die richtige Dosierung schlecht einschätzen.

 

An dieser Stelle schreibe ich über „meine“ Kräuter und stelle diejenigen vor, die fest in mein persönliches Heilkräuter-Repertoire gehören, und die ich auch selbst anwende.

 

Wichtiger Hinweis:

Wie bei allen Hausmitteln, so gilt auch für Heilkräuter: Nicht Jede(r) verträgt alles, und zu Risiken und Nebenwirkungen beraten ÄrztInnen oder ApothekerInnen!

Wer zu Allergien neigt, sollte sich mit dem Heilpraktiker bzw. der Ärztin ihres/seines Vertrauens besprechen, bevor sie oder er Heilkräuter einsetzt (so kann u. a. Kamille als Kreuzblütler Heuschnupfen auslösen).

Schwangere Frauen sollten beim Einsatz von Heilkräutern sehr vorsichtig sein – viele wirken ausleitend und können dadurch zu einer Früh- oder Fehlgeburt führen.

Finger weg auch von Pflanzen, die sich nicht genau identifizieren lassen oder die an Standorten wachsen, die nicht ihrer Natur entsprechen – es kann sich um eine giftige Artverwandte handeln (wie bei Ackerschachtelhalm und Sumpfschachtelhalm).

Und: Wer heftige Symptome hat, wer über längere Zeit krank ist, oder bei wem nach einer Woche Selbstmedikation keine deutliche Besserung eintritt, der braucht professionelle Hilfe!