Frauenmantel

Die Gartensaison hat begonnen, und das erste Unkraut will gejätet werden. Neben ganz normalem Gras und der bereits erwähnten Gundelrebe bin ich dabei auf ein Heilkraut gestoßen, das sich ebenfalls sehr gerne und leicht überall ausbreitet: Den Frauenmantel. Da morgen zudem Weltfrauentag ist, stelle ich heute dieses ausgesprochene Frauen-Heilkraut vor.

 

Nomen est omen: Verstehen wir diese Heilpflanze ruhig als schützenden Mantel, den wir Frauen bei Bedarf um uns legen können. Beispielsweise jeden Monat, wenn die Regelblutung einsetzt. Für viele von uns ist das mit Beschwerden verbunden. Meine Erfahrung: Wenn ich merke, dass es losgeht, trinke ich einen Tee aus Frauenmantel (Blüten und Blätter), und eine Viertelstunde später sind die Beschwerden weg. Einfach so.

 

Dem Frauenmantel wurden in früheren Zeiten magische Kräfte zugeschrieben; nicht umsonst ist sein lateinischer Name Alchemilla vulgaris. Es hieß auch, der Tau, der sich in dem kleinen "Schoß" sammelt, den Frauenmantelblätter bilden, habe mystische Eigenschaften.

 

Frauenmantel kann bei gynäkologischen Störungen aller Art eingesetzt werden. Er zählt zu den wenigen Heilkräutern, die Schwangere anwenden können, wird ihnen sogar empfohlen. Neben der Anwendung als Tee eigenet er sich für Sitzbäder und Scheidenspülungen. Die Pflanze enthält neben Gerbstoffen und Bitterstoffen auch Salicylsäure - das erklärt wohl die schmerzstillende Wirkung. Heute weiß man außerdem, dass der Frauenmantel pflanzliche Hormone enthält und somit bei Wechseljahresbeschwerden hilfreich sein kann.

 

Nach Paracelsus wird der Frauenmantel zur Wundheilung eingesetzt; man kann die Wunde mit dem Absud waschen, den ausgepressten Frischplanzensaft aufträufeln oder das frische, zerquetschte Blatt direkt auf die Wunde auflegen. 

 

Die enthaltenen Bitterstoffe wirken sich positiv auf die Verdauung aus - übrigens auch bei Männern.

 

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