Kräuter sammeln

Meine persönliche Devise lautet: Ich sammele Kräuter nur dort, wo sie üppig wachsen. Gibt es nur einen kleinen Bestand, lasse ich diesen in Ruhe - unter wenig optimalen Bedingungen können die Kräuter auch nicht ihre volle Heilkraft entfalten. Und ich sammele immer nur so viel an einer Stelle, dass mindestens ein Drittel des Bestandes stehen bleibt - so haben die Pflanzen eine gute Chance, sich weiter zu vermehren, und den Insekten bleibt ausreichend Nahrung.

 

Ich pflücke möglichst nur unversehrte Pflanzenteile - voll ausgebildete Blüten, Blätter ohne Löcher und Flecken. Zu blasse Blüten und krüppelige oder gar von Schädlingen befallene Pflanzen bleiben stehen.

 

Außerdem achte ich darauf, dass der Standort typisch ist für die jeweilige Pflanze. Manche Kräuter haben Artverwandte, die weniger heilkräftig oder gar giftig sind, und die oft einen etwas anderen Standort bevorzugen. Beispiel: Ackerschachtelhalm und Sumpfschachtelhalm. Im Zweifelsfall - auch wenn ich mir bei der Bestimmung einer Pflanze nicht hundertprozentig sicher bin - verzichte ich lieber auf die Ernte.

 

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