Die Brennessel

Brennessel, forry, www.piqs.de, some rights reserved
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Bei vielen Menschen gilt Brennessel als lästiges Unkraut. Sie wächst quasi überall - und meist dort, wo man sie nicht haben möchte. Hat sie einmal Fuß gefasst, ist sie nicht mehr auszurotten. Und das Schlimmste: Sie "sticht", nesselt, und das brennt dann fürchterlich auf der Haut.

 

Der schlechte Ruf der Brennessel mag auch damit zu tun haben, dass sie als Hexenkraut galt. Sie ist als Heilkraut dem Mars zugeordnet, weckt die Feuerenergie eines Menschen - die Willenskraft, die Wut, die "innere Kriegerin". Sie galt früher als Gegengift gegen manche giftigen Kräuter und Pilze, sogar gegen Schlangen- und Skorpion-Bisse. Im abergläubischen Mittelalter genügte das, um die Pflanze - und die, die sie einsetzten - zu verteufeln.

 

Dabei ist die Brennessel eine sehr heilkräftige Pflanze. Sie enthält Vitamine, Gerbstoffe und Eisen. Sie unterstützt die Blutbildung und kann bei Eisenmangel helfen. Sie fördert die Nierentätigkeit, erhöht die Harnmenge und senkt den Harnsäurespiegel im Blut. Weniger bekannt ist ihre blutstillende und schleimlösende Wirkung. 

 

In Form von Brennessel-Jauche ist sie ein wunderbarer (wenn auch übelriechender) und natürlicher Dünger - und macht gleichzeitig die so gedüngten Pflanzen widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Früher ließ man sie sogar neben Rosen wachsen und hielt dadurch Schmeißfliegen (und vor allem deren Nachwuchs) von diesen Blumen fern.

 

Man kann Brennesseln essen oder trinken. Am Bekanntesten ist Brennessel wohl in Form von Brennesseltee, oft angewandt als entschlackende Frühlingskur oder in Ergänzung zu einer Diät . Brennessel-Blätter ergeben aber auch einen wunderbaren Spinat (versuchen Sie mal, sie unter "richtigen" Spinat zu mischen!) und passen gut in Kräuter-Risotto, Kräutersuppen oder Eintöpfe.

 

Ihre Eigenschaft, zu "nesseln", machten sich übrigens die römischen Soldaten zunutze: Sie rieben sich mit Brennesseln ein, um sich vor Rheuma und steifen Gelenken zu schützen.

 

PS.: Wer Brennesseln erntet, sollte darauf achten, nur den oberen, jungen Teil der Pflanze zu pflücken. Dabei die Blätter nie "gegen den Strich" der feinen Härchen anfassen - wer zur Blattspitze hin über ein Brennesselblatt streichelt, wird nicht genesselt. Hat es einen doch erwischt, hilft Sauerampfer: Einfach ein Sauerampfer-Blatt rollen, so dass Blattsaft austritt, und dann über die "genesselte" Hautpartie reiben.

 

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Kommentare: 4
  • #1

    Evelyn (Freitag, 18 Februar 2011 16:17)

    Ich mag die Brennnessel sehr - und sie ist aus meinem Tee nicht mehr wegzudenken. Auch in den Salat mit hinein.

    Danke für diesen Artikel!

    Viel Erfolg mit dem Blog - und ganz, ganz viele begeisterte Leser!

  • #2

    Claudia (Freitag, 18 Februar 2011 18:12)

    Dankeschön für Deinen Kommentar, Evelyn!

    Habe mir spontan Deinen Blog angeschaut - das sind gute und wichtige Themen, die Du da aufgreifst.
    Wollen wir unsere Blogs verlinken? Nur, wenn Du magst!

  • #3

    Evelyn (Samstag, 19 Februar 2011 17:46)

    Danke, Claudia, hab Dich gerade mit aufgenommen und danke auch Dir dafür, daß Du meinen Blog verlinktest. Mögen ganz viele Leser sich Inspirationen heraus nehmen.

    Zauberhaftes Weekend :-)

  • #4

    u=27883 (Dienstag, 30 April 2013 01:44)

    I just shared this upon Facebook! My pals will definitely enjoy it!